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Siegfried Wagner (1881-1944) war der letzte -Bundeskanzler- des traditionalistischen Wehrverbandes Stahlhelm. Obgleich Antidemokrat und ein Gegner der Weimarer Republik missbilligte er Adolf Hitler ..

Siegfried Wagner
Siegfried Wagner (1881-1944) war der letzte ?Bundeskanzler? des traditionalistischen Wehrverbandes Stahlhelm. Obgleich Antidemokrat und ein Gegner der Weimarer Republik missbilligte er Adolf Hitler und kam schließlich zum Kreis der Verschwörer des 20. Juli 1944.

Herkunft und Werdegang Geboren als Sohn einer konservativen Familie im damals westpreußischen Graudenz schlug Siegfried Wagner eine militärische Berufslaufbahn ein. Noch im Kaiserreich wurde er Major, nach dem Ersten Weltkrieg allerdings nicht in die Reichswehr übernommen. So arbeitete er zunächst als Oberzoll- und Grenzkommissar der Freien Stadt Danzig, bevor er in den 1930er Jahren nach Potsdam bzw. in den Lichterfelder Weddigenweg 56 (bei Mildebrath) kam.

Betätigung im Widerstand Wagner paktierte als ?Bundeskanzler? des Stahlhelms zunächst mit der NSDAP, um das gemeinsame Ziel, den Sturz der Republik, zu erreichen. Möglicherweise weil er die Nationalsozialisten als politische Konkurrenz fürchtete, wandte er sich allerdings gegen Hitlers Politik. Nach der Auflösung des Stahlhelms 1935 wurde Wagner Oberstleutnant und wirkte als solcher im Oberkommando der Wehrmacht im Bendlerblock. Dort unterhielt er Kontakte unter anderem zu Carl Goerdeler und Ludwig Beck. Eingeweiht in die Pläne zum 20. Juli 1944 befand sich Wagners Name als Verbindungsoffizier zum Wehrkreis XI auf dem Fernschreiben der Verschwörer. Um der Verhaftung nach dem gescheiterten Umsturz zu entkommen, stürzte er sich am 23. Juli aus dem Fenster seines Wohnhauses, wurde daraufhin ins KZ Sachsenhausen verbracht und starb dort am 26. Juli an den Folgen seines Suizidversuchs.

Nachwirken An seinem Haus in der Potsdamer Kurfürstenstraße erinnert heute eine Gedenktafel an Siegfried Wagner.

Literatur
Klausa, Ekkehard: Sie kamen aus dem ?Stahlhelm?. Frühe Kampfgenossen Hitlers, die früh in den Widerstand gingen, in: ders.: Das wiedererwachte Gewissen. Konservative im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Berlin 2019, S. 261-278.

Sandvoß, Hans-Rainer: Widerstand in Steglitz und Zehlendorf (=Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933-1945 Bd. 2), Berlin 1986.p>Quelle: Archiv/ Heimatverein Steglitz e.V. / Studentische Arbeit von Marie Schröder



geboren am: 16.02.1881 in Graudenz, vor 145 Jahren
gestorben am: 26.07.1944 in KZ Sachsenhausen , vor 82 Jahren ... im Alter von 63 Jahren

Profession:
Nationalität: deutsch
Wikipedia: Siegfried_Wagner_(Offizier)

________ ausgewählte Werke: ____________________

_______ ausgewählte Lebensereignisse: ___________________


______ Zeiten Orte Länder ______

 

Personenreport vom 2026-01-15


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